Herzlich Willkommen auf der Homepage des FFC Heike-Rheine. +++

Herzlich Willkommen beim FFC Heike Rheine

Nach dem Erreichen des DFB Pokalendspiels in Berlin durch die Frauenfußballabteilung des FC Eintracht Rheine, beschloss die Abteilungsleitung, der Geschichte des deutschen Frauenfußballs ein neues Kapitel zuzufügen. Das erfahrende und engagierte Führungsteam beschloss die Errichtung des ersten selbständigen Frauenfußballvereins in Deutschland: dem FFC Heike Rheine.

 

Heike siegt und bleibt (wahrscheinlich) Regionalligist

(wz/alw) - Der FFC Heike Rheine hat alles gegeben – und hat es geschafft. Die von Ludger Hilger und Alfred Werner trainierten Regionalliga-Fußballerinnen gewannen dank einer großartigen kämpferischen Leistung ihr letztes Meisterschaftsspiel gegen die Zweitvertretung des VfL Bochum verdient mit 1:0 (1:0). Da gleichzeitig Konkurrent Arminia Ibbenbüren gegen Borussia Bocholt mit 1:2 unterlag, rückte Rheines Ex-Bundesligist am letzten Spieltag wieder auf den drittletzten Tabellenplatz vor. Sportlich hat sich das Werner-Team für ein weiteres Jahr in der 3. Liga qualifiziert. Paradox: Dennoch droht eventuell der Abstieg in die Westfalenliga.

Der Jubel nach dem Abpfiff im Jahn-Stadion war kurz, fast verhalten. Denn noch lief die Partie in Ibbenbüren, und sollte Arminia das 2:2 gelingen, wäre Heike wieder Vorletzter. Zäh verrannen die Sekunden, die Handys glühten, aber es gab gute fünf Minuten lang keine Entwarnung. Dann endlich der erlösende Ausruf: „2:1 – und es ist Schluss.“ Jetzt führten auch die Rheiner Fußballerinnen ihr Tänzchen auf – ein Vergnügen, das sie sich durch harte fußballerische Arbeit redlich verdient hatten.

Denn es waren die Grundtugenden, die das Team gegen den klaren Favoriten aus Bochum mobilisierte und so die Basis für den Überraschungserfolg schaffte. Die Heike-Kickerinnen liefen, was die Beine hergaben, attackierten verbissen, gaben keinen Ball verloren. Es war letztlich ein Standard, der Heike zum Erfolg verhalf. Nach einem Eckstoß von der linken Seite konnte die Bochumer Abwehr nicht klären, und die aufgerückte Innenverteidigerin Marie Gosewinkel überwand mit einem Zwölf-Meter-Schuss aus der Drehung Torhüterin Anna Schnelle (12.).

Bochum hatte zwar in der ersten Halbzeit mehr Ballbesitz, wirkte aber im Abschluss erstaunlich harmlos. Die besten Möglichkeiten für die Gäste vergab Ayse Kara in der 37. und 45. Minute, die einen Kopfball neben das Tor setzte bzw. einen Schuss aus der Drehung verzog.

Bochums Trainer  Ralf Giera war sauer, fauchte sein Team an: „Jetzt ist eine Stunde gespielt, seid ihr jetzt endlich wach.“ Heike hätte das Spiel in der ersten Viertelstunde der zweiten Halbzeit entscheiden müssen. So war Verena Funke in der 49. Minute vor Torhüterin Schnelle am Ball, aber es reichte nur zu einer Ecke. Drei Minuten später parierte die Torfrau gegen Stella Ewering, nicht druckvoll genug war der Schuss von Kapitän Lena Gosewinkel. Schließlich wurde ein Kopfball von Sinah Lütke-Harmölle auf der Linie abgewehrt (58.).

Heike verpasste die Entscheidung und musste Bange Schlussminuten überstehen. „Wir waren in den letzten zehn Minuten wirklich fertig“, räumte Werner ein. Aber vor allem in der Defensive habe sein Team großartig gearbeitet. "Heute haben wirklich alle Spielerinnen überzeugt und gezeigt, dass sie unbedingt die Klasse erhalten wollten. Unsere Viererkette spielte fast fehlerlos, im Mittelfeld bot Nachwuchsspielerin Sophia Müller eine ganz starke Leistung und auch ihre Nebenleute kämpften bis zum Umfallen. Im Angriff spulten Stella Ewering und Lena Gosewinkel ein großes Laufpensum ab und kämpften ebenfalls bis zum Umfallen. Alles andere als ein Sieg wäre wirklich ungerecht gewesen", so Werner. 

Jetzt sind beim FFC Heike alle Augen auf Meister Alemannia Aachen gerichtet. Wenn der nicht aufsteigen will, müsste ein weiteres Team raus aus der Regionalliga – eben der FFC Heike. „Warum dürfen nur die ersten beiden aufsteigen“, fragte Werner, „es müsste auch der Fünfte aufsteigen können, wenn die anderen nicht wollen oder können.“ Doch auch da scheint die Messe noch nicht endgültig gelesen zu sein! Denn es gibt auch DFB-Bestimmungen, so Alfred Werner, die den Durchführungsbestimmungen des WFLV widersprechen. Und danach könnte auch der Dritte FCR Duisburg II noch aufsteigen. Und der will unbedingt!

Und auch Aachens Abteilungsleiter Stephan Griesser erklärte gestern Abend Alfred Werner in einem längeren Telefonat, dass man aufsteigen wolle. 

 

Auswärtsspiel in Leverkusen

Am morgigen Sonntag reisen die Regionalliga-Frauen des FFC Heike Rheine zum letzten Saisonauswärtsspiel nach Leverkusen. Um 15 Uhr gastieren sie auf der Kurt-Riess-Sportanlage an der Tannenstraße 57 bei der Bundesliga-Reserve von Bayer Leverkusen. Und stehen dabei gewaltig unter Zugzwang. Denn nach der unverdienten Niederlage im Skandalspiel gegen Bocholt ist das Team von Trainer Alfred Werner auf den vorletzten Tabellenplatz zurückgefallenen und hat zum rettenden Ufer zwei Punkte Rückstand auf Arminia Ibbenbüren.

"Im Hinspiel gegen Leverkusen haben wir mit unserer schlechtesten Saisonleistung 0:3 verloren. Morgen müssen wir eben mit unserer besten Saisonleistung 3:0 gewinnen", sieht Werner diesem Schicksalsspiel entsprechend mit einer großen Portion Galgenhumor entgegen. "Trotzdem ist alles möglich", so Werner, der sich dabei auch an der vergangenen Saison erinnert, als seine Mannschaft in Leverkusen sensationell mit 4:1 gewann.

Doch die Voraussetzungen sind diesmal doch ganz anders. Zum einen ist der FFC in dieser Saison meilenweit von seiner ehemaligen Stärke entfernt. Und zum anderen fehlt mit Irena Geric die Spielerin, die vor Jahresfrist in Leverkusen mit ihren vier Treffern den Gegner quasi im Alleingang erschoss. Doch Geric hat nach ihrer roten Karte im Spiel gegen Bocholt eine Sperre von drei Spielen erhalten und wird für den FFC Heike nicht mehr auflaufen.

"Dafür wird Stella Ewering gemeinsam mit Lena Gosewinkel unser Sturmduo bilden", sieht Werner in Gerics Fehlen nicht unbedingt einen Nachteil.

Ansonsten sind alle Spielerinnen fit und brennen darauf, in den beiden restlichen Spielen Unmögliches möglich zu machen und vielleicht doch noch den Klassenerhalt zu schaffen. Mit dabei wird auch wieder Carmen Willers sein, die am vergangenen Sonntag schmerzlich vermisst wurde. Sie soll wahrscheinlich die Kreise von Arzu Karablut einengen, die in dieser Saison schon 19 Tore erzielt hat.

"Wir werden in Leverkusen sicher defensiv spielen, auch wenn wir eigentlich zum stürmen veurteilt sind", so Werner. "Vielleicht haben wir ja in Leverkusen genauso viel Glück wie vor Wochenfrist Alemannia Aachen, die erst in der Schlusminute durch einen verwandelten Foulelfmeter das Siegtor erzielten".

Die Mannschaft trifft sich am Sonntag um 11.30 Uhr am Jahnstadion zur Abfahrt nach Leverkusen.

 

2 Siege in Folge!

Nach zwei verdienten Siegen gegen Preußen Borghorst und Borussia Emsdetten konnten die D-Juniorinnen des FFC Heike Rheine zum Saisonschluss doch noch das Tabellenende verlassen. Das gelang wie erhofft mit dem 2:1-Sieg bei Borussia Emsdetten, den das Team am vergangenen Samstag einfuhr. "Wir sind froh, dass wir heute wieder gewonnen haben und nicht als Tabellenletzter in die Sommerpause gehen müssen. Dass wir das geschafft haben, macht uns auf unsere Mannschaft stolz. Jetzt freuen wir uns auf die neue Saison, wo wir eine deutlich bessere Platzierung anstreben, denn die Mannschaft bleibt fast komplett zusammen", so Trainer Jörg Franz.

In der ersten Halbzeit schenkten sich beide Teams nichts und spielten auf Augenhöhe. Chancen gab es auf beiden Seiten, doch der FFC ging nicht unverdient durch Lisa Kerkhoff in Führung, die einen schönen Pass von Laura Vetter verwertete. In der zweiten Spielhälfte gelang den Borussinnen schon nach wenigen Minuten der Ausgleich. Aber die Heike-Mädchen gaben nicht auf und wurde dafür zehn Minuten vor Spielende durch die erneute Führung belohnt. Lisa Feldhoff war mit einem unhaltbaren Schuss zum 2:1 erfolgreich. Danach erspielte sich der FFC noch weitere Chancen, scheiterte aber wie beispielsweise Sara Zaki am Torpfosten sowie mehrfach an der starken Borussen-Torfrau.

Mit dem letzten Meisterschaftsspiel ist die Saison für die Heike-D-Juniorinnen jedoch nicht beendet. So stehen noch einige Turnierteilnahmen auf dem Programm, und entsprechend wird bis zu den Sommerferien noch fleißig weitertrainiert.

Die Trainingseinheiten finden jeweils montags und donnerstags von 17.30 - 19.00 Uhr im Jahnstadion statt. Am Training können natürlich auch alle interessierten Mädchen (Jahrgang 2000 bis 2003) unverbindlich teilnehmen, die gerne Fußball spielen möchten. Weitere Auskünfte erteilt Trainer Jörg Franz unter Tel. 05975/305019 oder Handy 0157/6315890.

Frauen-Regionalliga West bleibt spannend

Der Kampf gegen den Abstieg in der Frauen-Regionalliga West bleibt nach wie vor unheimlich spannend: Während der FFC Heike Rheine gestern sein Spiel beim GSV Moers unnötig mit 1:3(0:0) verlor, schaffte auch Arminia Ibbenbüren bei der 0:2-Heimniederlage gegen SG Essen II nicht den erhofften Befreiungsschlag. Mit ihrem Auswärtssieg in Ibbenbüren sollten sich die Essenerinnen allerdings bei nunmehr 25 Punkten wohl endgültig aus dem Abstiegskampf verabschiedet haben. Heike Rheine hat mit 19 Punkten nach wie vor nur einen einzigen Punkt Vorsprung vor Arminia Ibbenbüren.

Dabei hätte Heike, obwohl erheblich personell geschwächt, in Moers nicht verlieren müssen. Obwohl nach Denise Wacker (Zahn-OP) gestern Morgen auch noch Mannschaftskapitän Verena Funke kurzfristig wegen eines Todesfalls in der Familie ausfiel und nach 45 Minuten auch noch Carmen Willers ausgewechselt werden musste, präsentierte sich das Heike-Team in Moers 60 Minute lang alles andere als ein Team in Abstiegsgefahr. Ganz im Gegenteil: Moers hätte sich nicht beklagen können, wenn Heike zur Halbzeit klar geführt hätte. Denn Lena Goswinkel strebte in der ersten Spielhälfte zweimal allein auf das gegnerische Tor zu,  verpasste dabei aber den durchaus möglichen Führungstreffer. Glück hatte Moers zudem, dass ein Schuss von Theresa Löderbusch knapp am langen Pfosten vorbeitrudelte und ein weiteres Mal ein Moerser Abwehrspielerin auf der Torlinie retten konnte.

Nach der Pause waren es die Unparteiischen, die dem Spiel noch stärker als schon in der ersten Spielhälfte mit ihren Entscheidungen ihren Stempel aufdrückten. Zwar war der Führungstreffer durch Jessica Roth in der 68. Minute absolut regelkonform und auch an dem Ausgleichstor durch Lena Gosewinkel in der 82. Minute gab es nichts zu deuteln. Was Heike-Trainer Alfred Werner dann allerdings so richtig auf die Palme brachte, waren die Entscheidungen, die Moers endgültig auf die Siegerstraße brachten. Zunächst wurde ein Handspiel im Moerser Strafraum nicht geahndet. Nur Sekunden später wurde die Moerser Rechtsaußen mit einem langen Ball auf die Reise geschickt, war bei der Ballabgabe aber wenigstens drei Meter im Abseits. Von der Torauslinie passte sie auf die mitgelaufene Jessica Roth, die mit ihrem zweiten Treffer in der 84. Minute für die Vorentscheidung sorgte. Heike warf jetzt alles nach vorn, und das dritte Tor für Moers durch Janina Vogt (90.) mit einem Sonntagsschuss aus 25. Metern in den Winkel war nur noch Ergebniskosmetik.

"Schiedsrichter sind auch nur Menschen, die Fehler machen. Das hat man ja am Samstag im Pokalendspiel in Berlin überdeutlich gesehen. Aber wir haben auch verloren, weil wir mit unseren Möglichkeiten vor der Pause zu leichtfertig umgegangen sind", kommentierte Heike-Trainer Alfred Werner nach Schlusspfiff.

 

FFC Heike Rheine: Esseling - Schüring, Lütke-Harmölle, Marie Gosewinkel, Carmen Willers (46. Arentz) - Müller, Ewering, Löderbusch, Wagner - Geric, Lena Gosewinkel.